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Wie erkennt man eine gefährliche Website?

Jeden Tag entdeckt die Suchmaschine Google fast zehntausend neue Webseiten, von denen Malware ausgeht. Die Opfer dagegen brauchen Monate, um einen Angriff festzustellen. Spezielle Tools können helfen, bösartige Internetseiten zu enttarnen.

Gefälschte Webauftritte stehlen Ihre Daten

Nicht nur Schmuck, teure Kleidung oder Banknoten werden gefälscht – auch die Internetauftritte seriöser Unternehmen und Organisationen sind vor Fälscherbanden nicht sicher. Das Ziel solcher Online-Fälschungen ist fast immer der Diebstahl von Zugangsdaten, sei es für das Online-Banking, für Webshops oder auch für Cloud-Speicherdienste.

Professionell gefälschte Webseiten haben Erfolg: Laut einer Google-Studie lassen sich 45 Prozent der Internetnutzer davon täuschen. Selbst weniger gute Online-Fälschungen haben bei weiteren 17 Prozent kriminelles Glück. Hat die Online-Attacke funktioniert, haben die Diebe viel Zeit, ihre Datenbeute zu missbrauchen. Schon einen Tag nach dem Diebstahl der Daten wurden 70 Prozent der Zugangskonten missbraucht. Im Durchschnitt dauert es aber 255 Tage, bis die Manipulation einer Webseite auffällt.

Webseiten vor der Nutzung überprüfen

Leider reicht es nicht, nach dem Öffnen einer Website im Browser festzustellen, dass die Internetseite gefährlich aussieht. Dann kann es schon zu spät sein. Webseiten können nicht nur gefälscht und auf den Diebstahl von Zugangsdaten aus sein, sie können auch Malware transportieren, die über den Browser oder über die Browsererweiterungen (Plug-ins) auf Ihren Rechner gelangen will.

Um solche Online-Attacken zu verhindern, müssen Sie bereits vor dem Besuch einer Webseite die Sicherheit kontrollieren. Möglich ist dies durch spezielle Online-Scanner, die eine in das Suchfeld eingetragene Webseite überprüfen. Ein Beispiel ist AVG Threat
Labs.

Die geballten Informationen zahlreicher Online-Scanner erhalten Sie von dem Google-Tool VirusTotal. Für jede dort eingegebene Internetadresse erhalten Sie die Sicherheitsbewertung von gegenwärtig 63 Scanner-Diensten. Dabei bedeutet das Resultat 0/63, dass kein Scanner-Dienst bei der Webadresse Alarm schlägt.

Browser-Tools sorgen für dauerhafte Prüfung

Verschiedene Antivirus-Tools bieten zudem die Installation einer speziellen Browser-Erweiterung an, die meist durch ein Ampel-system neben der Adresszeile im Browser anzeigt, ob die Webseite, die geöffnet werden soll, ungefährlich oder bedrohlich ist. Dabei wird sowohl der Verdacht auf Schadsoftware als auch eine mögliche Phishing-Attacke angezeigt.

Nutzen Sie deshalb zusätzliche Sicherheits-tools für Ihren Browser vom Hersteller Ihrer Antiviren-Software, um vor gefährlichen Webseiten rechtzeitig gewarnt zu werden und um nicht erst nach mehr als 200 Tagen festzustellen, dass eine Online-Attacke stattgefunden hat.