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VR-Brillen: Ein Thema für den Datenschutz?

Virtual Reality (VR) ist einer der Top-Trends der Unterhaltungselektronik. Auch am Arbeitsplatz kommen bereits VR-Brillen zum Einsatz. Dabei sind nicht nur virtuelle Welten im Blick, sondern auch Sie als Nutzer.

VR ist keine Vision, sondern Realität

Jeder elfte Deutsche hat bereits eine der Virtual-Reality-Brillen ausprobiert. Fast jeder Dritte kann sich vorstellen, dies künftig zu tun, so eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom.

Wenn Sie noch keine VR-Brille aufgesetzt haben: VR-Brillen präsentieren einen Bildschirm direkt vor Ihren Augen und decken das gesamte Sichtfeld ab. Dadurch schauen Sie direkt in die Bilder und Videos und sind scheinbar Teil der virtuellen Umgebung. Selbst wenn Sie nach oben, nach unten oder zur Seite blicken: Die virtuelle Realität umgibt Sie.

Nicht nur Online-Spiele erhalten so einen neuen Erlebniswert. Es profitieren auch berufliche Anwendungen. Bitkom nennt als Beispiele Piloten, die in virtueller Umgebung die Flugzeugbedienung üben, und Ärzte, die riskante Eingriffe digital simulieren. Architekten und Städteplaner können begehbare Entwürfe erstellen. Reiseanbieter können eine Vorschau auf touristische Sehenswürdigkeiten bieten, bevor die Urlauber vor Ort sind.

Der Nutzer steht im Fokus

Bei Virtual Reality hat man als Nutzer das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein. Auch wenn das nur virtuell ist: Tatsächlich stehen Sie als Träger einer VR-Brille im Mittelpunkt. Sie wählen das VR-Video aus, das gezeigt wird, Sie installieren die VR-Anwendungen. Mit den führenden VR-Brillen sind spezielle App-Stores verknüpft, bei denen Sie ein Nutzerprofil anlegen.

Je nach Anbieter können Sie sogar Ihr Online-Profil von Facebook oder einem anderen sozialen Netzwerk mit Ihren VR-Anwendungen verknüpfen, Ihre VR-Erlebnisse bei Facebook & Co. teilen und mit Facebook-Freunden innerhalb einer VR-Anwendung kommunizieren.

Sehen und gesehen werden

Selbst wenn Sie keine Verknüpfung zu Facebook herstellen – um ein Nutzerkonto werden Sie kaum herumkommen. Dort lässt sich protokollieren, was Sie sich angesehen haben. Tatsächlich ist es nicht nur geplant, in VR-Anwendungen passende Werbung zu machen, es geschieht schon. Dazu werden Ihre VR-Nutzungsgewohnheiten analysiert.

Mehr noch: Je nach Modell verfügt die VR-Brille über Mikrofon und Kamera, oder Sie stecken Ihr Smartphone in die VR-Brille, das über diese Funktionen verfügt. Mit Kamera und Mikrofon können Sie Kommandos geben, per Sprache oder per Blickkontakt mit der VR-Anwendung. Selbst Fotos und Videos von Ihren Erlebnissen können Sie damit machen.

Vergessen Sie aber nicht: Die Anbieter der VR-Erlebnisse könnten Sie als Nutzer analysieren, Datendiebe Sie sogar über die integrierte Kamera von Smartphone oder VR-Brille heimlich bei der Nutzung der Brille beobachten. Befassen Sie sich deshalb mit dem Datenschutz, bevor Sie in virtuelle Welten eintauchen. Denn die Datenrisiken sind real.