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Datenschutz auch bei Pokémon Go!

Die mobile App Pokémon Go hat für viele Menschen einen regelrechten Suchtfaktor. Und das keineswegs nur für Jugendliche – auch viele Erwachsene sind dem Spiel geradezu verfallen. Dabei darf der Datenschutz freilich ebenso wenig aus dem Blick geraten wie der Schutz von Unternehmensgeheimnissen. Noch im Dezember kommt übrigens ein von den Fans sehnsüchtig erwartetes Mega-Update. Allzu schnell kann es besonderen Leichtsinn auslösen.

Pokéstops, Arenen und Monster

In seiner Freizeit kann natürlich jeder tun, was er will – beispielsweise so viele Spiele-Monster erfolgreich jagen, dass er den nächsten Level von Pokémon erreicht. Aber was ist, wenn gerade auf dem Grundstück des eigenen Arbeitgebers wunderschöne Poké-stops zu finden sind? Wenn man also gerade dort die besten Monster einfangen kann?

Die Spielkundigen verstehen sofort, was mit diesen Dingen gemeint ist. Sie ziehen sich in eine Arena zurück, um ein paar Monster zu besiegen. Ihre Kollegen wiederum wundern sich, wie ganz normale Menschen der Faszination von Dingen erliegen, die für die anderen um sie herum gar nicht sichtbar sind.

Arbeitszeit ist keine Spielzeit!

Klar ist, dass Spielen während der Arbeitszeit schon deshalb Fragen aufwirft, weil dann gerade nicht gearbeitet wird. Das ist zwar kein Thema des Datenschutzes, sondern des Arbeitsrechts. Freilich: Mehr Schaden als eine Zigarettenpause, die zu Unrecht nicht als Arbeitspause registriert wird, richtet das kurze Einfangen eines virtuellen Monsters während der Arbeitszeit auch nicht an, oder?

Bilder von Monstern und anderen Dingen

Das kommt darauf an. Vielfach ist es üblich, eben eingefangene Monster zu fotografieren und das Foto an Freunde zu schicken. Blöd nur, wenn da noch andere Dinge auf dem Bild sind, etwa Konstruktionen, die nicht fotografiert werden dürfen. Wer weiß, wo ein solches Foto landet, und wer weiß, ob jeden Empfänger des Fotos wirklich nur die Monster interessieren.
Harmlose und andere Apps

Vielfach untersagen Unternehmen aus gutem Grund, Apps für private Zwecke auf dienstlichen Smartphones oder Tablets zu installieren. Ein solches Verbot gilt dann auch für die Pokémon-App. Das Argument, sie sei harmlos und könne keinen Schaden anrichten, kann daran nichts ändern. Erstens kommt es auf diesen Gesichtspunkt nicht an. Zweitens stellt sich die Frage, ob er zutrifft. Schon ein kurzer Blick in die Nutzungsbedingungen der App zeigt, dass sich der App-Anbieter das Recht einräumen lässt, unter bestimmten Bedingungen Daten an Dritte weiterzugeben. Was daraus im Einzelfall entstehen könnte, vermag niemand sicher abzuschätzen.

Selbstverständliche Spielregeln

Ein völliges No-Go ist es vor diesem Hintergrund, berufliche Mail-Adressen bei dem Spiel zu benutzen. Wer spielen will, sollte das bitte nur auf seinem privaten Gerät tun und dabei nur eine private Mail-Adresse verwenden. Und die rechte Zeit für das Spiel ist die Freizeit, nicht die Arbeitszeit. Wer diese Punkte beachtet, kann sein Spiel genießen und sich beim Monster-Kampf bestens erholen.